Diesen wunderbaren Text habe ich gefunden bei “Licht und Farbenspiel” …
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Was ist die Seele, wozu ist sie da und wie sieht sie aus?
Viele, viele Fragen wirft dieses Kapitel auf und ich werde die meisten der Wissbegierigen wohl enttäuschen müssen.
Die Menschheit hat bestimmt schon viele Geheimnisse gelüftet, doch sind sicherlich mindestens noch doppelt so viele ungeklärt geblieben. Ich aber bin der Meinung, dass es keine bestimmte Antwort gibt. Jeder von uns Menschen hat einen Reifeprozess hinter sich, materiell (das heißt körperlich und verstandesgemäß), sowie auch spirituell. Und jeder Einzelne hat seine eigene Wahrheit.
Damit ist gemeint, dass wir je nach Entwicklungsstand oder auch Wissen, eine gewisse Meinung oder Wahrheit glauben können. Versucht uns jemand stundenlang eine Theorie über karmische Verstrickungen zu erklären, und wir wissen nur oberflächlich was Karma überhaupt bedeutet, so werden wir die größten Probleme haben, dieses neue Wissen nun auch als unsere Wahrheit akzeptieren zu können, da ja noch keine Alternativen zum Vergleich greifbar sind.
Vergleichsweise könnten wir heute ein Buch in die Hände bekommen, das uns überhaupt nicht anspricht, und so stellen wir es auch schnell wieder ins Regal zurück. Vier Monate später aber, nachdem wir schon einige andere esoterische Werke gelesen haben und unsere geistige, wie auch spirituelle Entwicklung fortgeschritten ist, nehmen wir das Buch zur Hand und finden es plötzlich hochinteressant. Dies ist die Erklärung für unseren Reifeprozess. Jeder hat so seine eigene Wahrheit, der seelischen, geistigen und auch verstandesgemäßen Reife entsprechend.
Deshalb liegt es an jedem Einzelnen selbst, was er glauben will und über welche Theorien er für sich die Wahrheit findet.
In jedem Menschen steckt das Licht Gottes, dies wird auch gerne als der göttliche Funken bezeichnet. Eigentlich sind wir alle eins, ob weiß oder schwarz, groß oder klein, dick oder dünn, Präsident oder Bettler – verbunden durch ein Gitternetz, das sich über Mutter Erde und das ganze Universum spannt. Die Seele ist unser höheres Selbst, das allwissend ist. Sie ist. Es ist nicht ganz einfach, das große Ganze zu beschreiben und auch für die wunderbare Seele die richtigen Worte zu finden, deshalb werde ich versuchen, es ziemlich einfach darzustellen.
Gott wird ganz gerne als bärtiger alter Mann, der auf einem Thron verweilt, dargestellt. Jede Kultur, jeder Glauben hat seine eigene Vorstellung von Gott dem Schöpfer, doch wenn wir tiefer in deren Glaubenssystemen nachforschen und sich damit länger beschäftigen, so werden wir erfahren, dass doch alles zu einer Einheit hinführt.
Und das ist der für mich richtige Ausdruck für Gott: die Einheit, die Quelle. Er/Es/Sie ist die allumfassende Liebe, die strahlendste Energie, die wir uns vorstellen können, unser Zuhause. In dieser Einheit gibt es weder Raum noch Zeit, keinen Anfang und kein Ende, dies gibt es nur hier in unserer Welt, unserer Realität oder auch Illusion.
Gott ist, und hat schon immer existiert. Er ist sich seiner bewusst, kennt alle Gefühle, Hintergründe,… denn er hat ja alles erschaffen. Nun ist es aber so, dass er als Schöpfer zwar allwissend ist, ihm aber die Erfahrung fehlt. Wie kann man sich der Liebe bewusst sein, wenn man den Hass nicht erfahren hat, wie glücklich sein, wenn man das Unglück noch nie kennen gelernt hat, wie sich des Lichts bewusst sein, wenn man die Dunkelheit noch nie erlebt hat??? Also hat er uns Seelen aus einem Teil von ihm erschaffen. So gesehen sind wir nicht nur Kinder Gottes – wir sind Gott, genauso weise und wunderbar. Ich will damit nicht sagen, dass einer von uns Gott ist, sondern dass wir alle, die Seelen hier auf der Erde und im Omniversum zusammen ein Teil Gottes sind.
Unsere Seele ist auch allwissend und hat wie Gott die Sehnsucht, nicht nur zu wissen, sondern all die Gefühle zu erfahren. Auch wir Seelen verspüren den Drang, die Gegensätze zu leben wie Liebe und Hass, oben und unten, hell und dunkel, usw. Und doch sollten wir nicht vergessen, dass es viele Facetten dieser einzelnen Gefühle gibt. Schon allein von der Liebe gibt es unendlich viele Möglichkeiten: Mutterliebe, Liebe zum Partner oder zum Kind, die Liebe zu einem Freund oder zu bestimmten Situationen, Gegenstände,… All dies wollen wir Seelen erfahren. Nicht nur die Liebe, nein, alle Gefühle und deren Gegensätze.
Unsere Erfahrungen sammeln wir nicht nur in Inkarnationen auf der Erde. Zwar stehen zahlreiche Seelen quasi Schlange um hier inkarnieren zu dürfen, denn hier in dieser materiellen Welt können wir viel schneller zu Erkenntnissen gelangen.
Aber auch in den höheren Sphären und in den anderen Dimensionen haben wir die Möglichkeiten zu lernen und zu wachsen. Ziel unserer Seele ist es, die Meisterschaft zu erlangen und wieder in die Einheit zurückzudürfen. Dies ist aber nicht so einfach, denn mit jeder Inkarnation gerät die Seele in karmische Verwicklungen, die sie wieder ausgleichen muss.
Jeder Gedanke, jedes Wort und jede Tat zieht ein Karma mit sich, ob positiv oder negativ. Umgangssprachlich könnten wir sagen, so wie wir in den Wald hineinschreien, so hallt es wieder zurück. Senden wir positive Energien und Taten aus, so werden wir auch wieder Positives ernten, so verhält es sich aber auch umgekehrt. Deshalb versucht jede Seele so wenige Verwicklungen wie möglich zu verursachen und nur in Liebe und aus reinem Herzen zu handeln.
Da die meisten von uns schon tausende von Jahren alt sind und genauso lang in den verschiedensten Leben die unterschiedlichsten Rollen gespielt haben, hat sich auch sehr viel Karma angesammelt, das wir immer wieder ausgleichen müssen, und die meisten bestimmt auch schon wieder bereinigt haben.
Nur aus den zuletzt gelebten Leben holen uns oftmals noch einige Karmas ein. Größtenteils ist unser Umfeld (Familie, Freunde, Partner,…) an unseren Verstrickungen beteiligt, was uns die Möglichkeit der Wiedergutmachung gibt. Dies sollte uns nicht erschrecken, denn so wie wir häufig die Opferrolle spielen, sind wir genauso oft schon Täter gewesen.
Oftmals stellen wir uns auch für eine andere Seele zur Verfügung, um ihr in ihrem Reifungsprozess voran zu helfen. Welche Rolle wir dabei annehmen ist unwichtig, denn von oben betrachtet ist das Leben hier auf Erden ein Spiel, nicht mehr und nicht weniger. Wir spielen unsere Rollen um zu wachsen, darum sollten wir nicht immer alles so ernst und persönlich nehmen.
Sehen wir uns nicht nur die Schale einer Person oder Situation an, blicken wir tiefer ins Herz und Zentrum und wir werden verstehen. Dafür ist zwar sehr viel Arbeit an einem selber nötig, aber wir werden mit Liebe belohnt werden.
Das Leben hier auf Erden ist trotz des Wissens um die Hintergründe nicht einfach. Wir haben hier schließlich inkarniert um Erfahrungen zu sammeln und zu wachsen. Dementsprechend versorgen uns unsere Seele und unsere Begleiter (wie Schutzengel, Meister, Geistführer,…) immer wieder mit den dafür nötigen Lernprozessen. Auch hier gilt, dass uns nur soviel zugemutet wird, wie wir auch vertragen und verarbeiten können.
Was auch ganz wichtig ist, ist unser freier Wille. Gott hat uns den freien Willen als Geschenk mit auf den Weg gegeben. Dies gibt uns die Macht, unsere Entscheidungen frei zu fällen, gibt uns aber auch gleichzeitig die Verantwortung über unser Leben.
Wir haben somit immer die Wahl wofür wir uns entscheiden. Egal, ob wir nun eine gute oder schlechte Entscheidung getroffen haben, wir sollten die Verantwortung dafür übernehmen. Es genügt schon zu sagen, okay, dies war meine Wahl, nun mache ich das Beste daraus und das nächste Mal versuche ich einen anderen Weg. Wenn wir uns für einen Weg entschieden haben, der uns im nachhinein als verkehrt vorkommt, so sollten wir uns dafür nicht bestrafen und mit Vorwürfen überschütten.
Was nützt dies schon? Es ist geschehen – Vergangenheit. Wir leben aber im jetzt, in der Gegenwart, deshalb lohnt es sich auch nicht, sich zu verurteilen.
Wir haben nur eine Möglichkeit von vielen ausprobiert und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass dies auch nur eine Erfahrung war. Wir können immer wieder eine andere Richtung einschlagen und eine weitere Variante versuchen.
Wichtig ist, sich immer und immer wieder ins Bewusstsein zu rufen, dass wir freie Wesen sind, die die Macht haben, frei zu wählen. Unsere Seele wird davon profitieren
Oft gibt es Situationen und Lebensumstände, die uns in eine tiefe Krise fallen lassen. Oder wir glauben zumindest, in einem tiefen Loch zu stecken und da nie wieder rauszukommen. Außerdem sind in diesem Fall sowieso nur die anderen Schuld, sind böse, weil sie dieses und jenes mit uns machen oder nicht machen lassen.
Doch wenn wir ehrlich genug sind, müssen wir zugeben, dass es unser eigenes Vergehen ist. Warum lassen wir das zu? Weshalb haben wir nicht gesagt, stopp, das will ich nicht? Hier sind wir wieder beim Thema Verantwortung. Wir haben keine Verantwortung für uns übernommen, ansonsten wäre dies nicht passiert. Jetzt werden natürlich viele aufschreien und mit vielen, vielen Gegenargumenten aufmarschieren. Doch auch hier heißt es, ehrlich zu sein. Haben wir die Kraft der Gedanken vergessen, die unser Leben kreiert? Jeder Gedanke, jedes Wort und jede Handlung ist Energie und erzeugt Schwingungen. Diese Energie sucht einfach ausgedrückt Gleichgesinnte und verbindet sich mit ihnen. Irgendwann kommt diese Energie dann zu uns zurück, wie auch schon beim Thema Karma beschrieben, und beeinflusst unser Leben.
Wahrscheinlich haben wir uns immer wieder gesagt, dass es uns so schlecht geht und dass immer nur uns eine solche Katastrophe passiert. Hier möchte ich kurz einbringen, dass unser Unterbewusstein Wörter wie „nicht, kein, nie,…“ nicht kennt. Sagen wir uns z.B vor „Ich will nicht krank sein“ – so versteht es nur „ich krank“. Aus diesem Grund sollten wir nur positive Gedanken aussenden, „Ich bin immer gesund!“. Auch sollten wir in unsere Gegenwart und unsere Zukunft nur positive Gedanken senden und in den buntesten Farben und Einzelheiten visualisieren. Das ist unsere Macht, nützen wir sie und freuen wir uns auf ein glückliches Leben. © by Michaela Huber